Terrorkrieg in Afghanistan ist eine Lüge

Saddam Hussein wurde damals im Irak gestürzt, weil er angeblich über nukleare Waffen verfügte und mit Al-Qaida unter einer Decke steckte. Das behauptete damals sogar Außenminister Powell im UN-Sicherheitsrat. Heute wissen wir, dass beides Lügen waren.

Jürgen Todenhöfer bereist oft den Mittleren Osten und schildert nun im Magazin der Süddeutschen Zeitung (5/30.1.09, 20-23), was wir schon lange geahnt haben: Die deutsche Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt, sondern der Westen hat sich in Afghanistan in die Rolle des Besatzers gebombt. Was den internationalen Terrorismus angeht, spielt Afghanistan schon längst keine Rolle mehr.

 Die Taliban, und alles, was der Westen so nennt, sind Teil eines Volksaufstands gegen die westlichen Besatzer. Als solche werden wir begriffen und bekämpft, seit im Juli 2008 bei einem US-Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier 47 Menschen ums Leben gekommen sind. Im August starben bei der Bombadierung einer Trauerfeier mehr als 90 und im November bei einer Hochzeitsfeier 43 Menschen.

Solche Nachrichten bekomme ich selten zu lesen oder zu sehen und ich frage mich, warum das so ist?

Schleierhaft erscheint mir, weshalb wir noch Truppen dorthin schicken sollen, gegen die sich sogar Präsident Karzai ausgesprochen hat. Über ihn gibt es inzwischen Berichte, dass er seine Verwandtschaft großzügig mit Geld und Privilegien beglückt. Denn niemand weiß, wie lange er noch die Regierung stellen wird, am wenigsten er selbst.

9.2.09 22:55

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